Lipowsky 1811

Toeski, eigentlich Toeska della Castella Monte, (Karl Joseph): Toeski, eigentlich Toeska della Castella Monte, (Karl Joseph), ein geborner Italiener, churpfalzbaierischer Musik-Direktor, war schon 1756 als erster Violinist bei der Hofmusik in Mannheim angestellt. Er wurde 1766 zum Konzertmeister befördert, und starb, 64 Jahre alt, den 12. April 1788. Er ließ im sechsten Jahrzehend des nun dahingeschwundenen achtzehenden Jahrhunderts zu Paris verschiedene Musikstücke von seiner Komposition in Kupfer stechen, als: VI. Simphonien, VI. Violin-Duetten, einige Quartetten, und Konzerte für die Flöte; allein wenn gleich sein Spiel auf der Violine sehr wohl gefiel, so wollten doch seine Kompositionen kein Glück machen, denn man pflegte zu behaupten, daß, wenn man eine Musik von ihm gehört hätte, so kenne man alle übrigen. Dem guten Manne, den man wegen seiner Kunst auf der Violine, und seines biedern Charakters allgemein schätzte, mangelte eine rege Phantasie, und eine Auswahl schöner und neuer Gedanken, daher er in Nothwendigkeit gesetzt war, sich öfters zu wiederholen, und seine einmal in Musik gebrachte Gedanken in andern wiederzukäuen. Glücklicher war hierinn sein Sohn Toeska della Castella Monte, (Joh. Bapt.).